01056 Abzocke: Preiserhöhung um bis zu 1200%

Der Call-By-Call Anbieter 01056 verärgert derzeit viele Kunden: Preise für Auslandsgespräche wurden teilweise um mehr als das zehnfache erhöht, ohne Tarifansage und bestehende Kunden zu informieren.

Im verschiedenen Foren häufen sich die Beschwerden von Kunden der Vorwahl. Bei einem der beobachteten Fällen sind die Kosten für Auslandsgespräche zunächst von 4 Cent / Minute auf 14 Cent, anschließend auf 22 Cent angehoben worden.

Da die Telefongebühren außerdem nicht wie üblich auf der monatlichen Rechnung zu sehen waren, sondern teilweise erst 6 Monate später berechnet wurden, haben sich bei vielen Betroffenen hohe Mehrkosten entwickelt.

Einige der geschädigten haben empfohlen bei der Telekom Widerspruch gegen die betreffenden Rechnungsposten einzulegen und den geforderten Betrag nicht zu bezahlen. Wer seine Telefonrechnung per Überweisung bezahlt, sollte den Beitrag der von 01056 gefordert wird einfach von der Gesamtrechnung abziehen und den Restbetrag überweisen.
Kunden die per Bankeinzug bezahlen, sollen sich dagegen mit der Telekom Hotline in Verbindung setzen.

06109729331 – Alice DSL nervt Kunden

Im Internet häufen sich die Beschwerden von Kunden, die wohl von einem Call Center in Frankfurt am Main angerufen werden – seitdem sie Kunden des Internetanbieters Alice sind – einige bringen die Telefonate direkt mit der Bestellung eines Surfsticks in Verbindung, bei anderen wird auch von den unerwünschten Anrufen bei Bestellung eines DSL Tarifs berichtet.

Abhilfe schafft ein direkter Anruf beim Abteilungsleiter des Callcenter – Alternativ sollen Alice Kunden auch auf dem Kundenportal des Anbieters, der Alice Lounge, die Werbeanrufe deaktivieren können.

RTL Videotext: Abzocke durch falsches Reisebüro “Paradies-Reisen”

Wie mehrere Medien berichten, hat ein Betrüger mit einem falschen Reisebüro Kunden über den RTL Videotext gewonnen und mehrere 10.000 € Schaden verursacht.

Die Firma hatte über einen Monat lang eine Videotext-Anzeige geschaltet und auf anderen Videotext-Unterseiten von RTL dafür geworben. Auf der eigentlichen Seite wurden verschiedene Reiseangebote zu vergleichweise günstigen Preisen angeboten. Mehr als 500 Reiseziele hatte der Veranstalter im Angebot.

Betrugsnetzwerk aufgebaut
Der Anbieter hat dabei großen Aufwand betrieben um die Interessenten ein tatsächlich bestehendes Reiseunternehmen vorzugaukeln. So hat er eine eigene Webseite für das fiktive Reisebüro eingerichtet und sogar Buchungsbestätigungen per Post verschicken lassen. Dazu wurden mehrere ahnungslose Personen eingestellt, welche die Reisebestätigungen per Post versandten – die Vorlage kam per Email und wurde von den Angestellten selbst ausgedruckt. Geld haben auch die Heimarbeiter nie gesehen.

Auch RTL wurde betrogen
Die Kosten für die Anzeigenschaltung im Videotext von RTL hatte der Anbieter ebenfalls nicht bezahlt, die notwendige Gewerbeanmeldung hatte der Anbieter gut gefälscht. Ende August haben sich bereits 14 Personen gemeldet, die tatsächliche Anzahl der Betrugsopfer soll jedoch weit darüber liegen. Oftmals wissen viele der Oper noch gar nicht, dass die im Voraus bezahlte Reise gar nicht stattfinden wird.

Gefälsche Abmahnung: “Blonde Biester” von Videorama / KUW Kil Rechtsanwälte

Derzeit kursieren wieder gefälschte Abmahnung im Internet: Zahreiche Internetnutzer erhalten Emails die angeblich von der Rechtsanwaltskanzlei “KUW / Knil” stammen, die es allerdings gar nicht mehr gibt. Grund der Emails seien Urheberrechtsverletzungen durch den Download von Pornos der Firma Videorama GmbH.

Die Emails machen den Eindruck als würden sie von einer echten Anwaltskanzlei stammen, was allerdings nicht der Fall ist. Die Emfänger werden aufgefordert eine Paysafe Karte in Höhe von 50,-€ zu kaufen, damit keine Ermittlungen bei der Staatsanwaltschaft stattfinden. Es wird indirekt sogar mit einer Hausdurchsuchung gedroht.

Die Emails können getrost gelöscht werden, generell sollte man bei rechtlichen Problemen nur auf per Post oder Fax gesendete Schriften reagieren.

Telefon Abzocke: Multiplay 200, First Line, Tips4You

Derzeit häufen sich die Beschwerden wegen Abbuchungen auf dem eigenen Konto von unterschiedlichen Firmen (Multiplay 200, First Line, Tips4You) da man angeblich einen Gewinnspielservice in Anspruch genommen haben soll.

Ablauf

Dieser wurde laut den Unternehmen telefonisch abgeschlossen. Einige berichten hier von Anrufen, bei denen sensible Daten, z.B. die Bankverbindung (Kontonummer, Bankleitzahl, Kontoinhaber) abgefragt werden. Der Anrufer tut dabei so, als würde die Kontoverbindung bereits vorliegen – man müsse sie nur noch einmal bestätigen, damit man seinen Gewinn erhält (z.B. Handy).

Einige Zeit später wird dann das Geld vom Konto abgebucht, da man angeblich einen Vertrag eingegangen sei.

Wer eine solche Abbuchung auf seinem Konto vorfindet, sollte nicht in Panik geraten. Das Gesetz ist in diesem Fall auf Ihrer Seite! Bei Verträgen, die über das Telefon abgewickelt werden, gilt das Fernabsatzgesetz, sie haben eine Widerufsfrist von 1 Monat nach Erhalt der (schriftlichen) Belehrung über das Widerrufsrecht. Bei den oben genannten Unternehmen handelt es sich dabei meist um einen Brief, der als Dankschreiben daherkommt.

Beschwerdeformular

Wer einen solchen Anruf erhalten hat und sich beschweren möchte, kann dies bei der Verbraucherzentrale tun. Dort gibt es ein entsprechendes Formular, das online ausgefüllt werden kann.
Hier geht’s zum Beschwerdeformular: Belästigende Telefonwerbung

Widerruf

Es gibt bereits diverse Muster Schreiben zum Widerruf der Verträge. Eine Übersicht finden Sie auf der Downloadseite der Verbraucherzentrale Rheinland Pfalz.

Sie sind auch auf die Masche der Telefonabzocker reingefallen? Hinterlassen Sie einen Kommentar!

Kino.to legal oder illegal

Mittlerweile gehört die Webseite kino.to zu den meistbesuchten Seiten im deutschen Internet. Laut Google Trends besuchen täglich mehr als 150.000 Besucher die Videoplattform auf der man überwiegend Spielfilme und aktuelle TV Serien kostenlos anschauen kann.

Verlinkung, kein Hosting

Kino.to speichert selbst keine Videodateien, sondern leitet seine Besucher lediglich auf Videoplattformen weiter, auf denen die Dateien online angeschaut werden können. Kino.to verbreitet daher keine urheberrechtlich geschütztes Material, sondern vereinfacht lediglich den Zugriff darauf.

Betreiber unbekannt

Die Betreiber der Webseite können nicht ermittelt werden, da die Server in Russland stehen und die Domainvergabestelle in Tobago keine Daten über den Besitzer veröffentlicht. Selbst wenn man an die Registrierungsdaten kommen würde, sind diese sicherlich auf einen Strohman registriert.

Legal oder illegal?

Zumindest der Betreiber der Seite ist wohl tief im grauen Bereich tätig. Die GVU (Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletztungen) als auch die MPAA (Motion Picture Association of America) haben bereits vor Monaten gerichtliche Schritte eingeleitet. Passiert ist bisher allerdings noch nichts, die Seite ist weiterhin online.

Machen sich Besucher strafbar?

Laut §53 Urhebergesetz ist es in Deutschland strafbar, sich “offensichtlich rechtswidrig” hergestellten oder rechtswidrig angebotenen Inhalte herunterzuladen. Bei kino.to werden Filme angeboten, die offensichtlich rechtswidrig hergestellt wurden, kein Besucher kann sich damit rausreden, dass er nicht wüsste dass man den aktuell im Kino laufenden Blockbuster nicht online kostenlos ansehen kann.
Allerdings liegt der Knackpunkt hier im Wort “herunterladen“. Bei den von Kino.to verlinkten Webseiten handelt es sich um Streaming-Seiten. D.h. das Videomaterial wird nicht als “Download” heruntergeladen, sondern gestreamt. Der Besucher behält im Normalfall keine Kopie auf seiner Festplatte.
Wer sicher sein möchte, dass er die Videodateien nicht downloadet sollte auf Flashvarianten setzen und die Cachegröße in den Einstellungen auf 200 MB begrenzen. Einige Dateien werden über den DivX WebPlayer abgespielt. Diese werden auf der Festplatte zwischengespeichert. Die Option “Heruntergeladene Dateien behalten” sollte nicht aktiviert werden!

Momentan fehlt noch ein Urteil, das diesen Sachverhalt klären könnte. Sollte auch das Streaming als illegal erklärt werden, würde die GVU, MPAA und die Staatsanwaltschaft allerdings vor einem weiteren Problem stehen: Da die Daten anders als bei Filesharing (BitTorrent, etc) direkt vom Streamingserver zu den Besucher-PCs übertragen wird, ist ein Nachweis fast unmöglich.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Rechtsberatung dar!

vivis-homepage.de | Vorsicht Abzocke!

Derzeit bekommen wieder viele Leute eine Rechnung von vivis-homepage.de beziehunsweise der dahinterstehenden Firma United Payment Limited. Das ganze läuft ziemlich fies ab und richtet sich wohl absichtlich an junge Internetnutzer: Man wird aufgefordert den Link zur Webseite weiterzuschicken, damit man sich Nacktbildchen von der Dame anschauen kann.
Wem das zu lange dauert, der kann sich auch auf der Seite registrieren und erhält damit Zugriff auf die Fotos. Diese Masche ist ein Pyramidensystem, das sich recht schnell verbreitet.
Über die gleiche Firma wurde bereits im TV bei akte 09 berichtet, damals zum Thema “Schwimmbadspiel”. Das Video wurde mittlerweile leider auf youtube entfernt.

Die Verbraucherschutzzentrale empfehlt auch hier nicht zu bezahlen! Auch minderjährige, die sich als volljährig ausgegeben haben sollen sich nicht einschüchtern lassen. Weitere Informationen und Vorlagen für Widerspruchsschreiben gibt es hier.

Die vollständige Adresse:

United Payment Limited
Am Buchhorst 34
14478 Potsdam

Promotionfactory – Warnung vor Abofalle

Wie die Verbraucherzentrale Nordrein-Westfalen mitteilt, werden derzeit viele Rechnungen der Firma Promotionfactory (www.promotionfactory.eu) versendet in denen man aufgefordert wird eine fällige Rechnung in Höhe von 96,-€ zu begleichen.

Screenshot Promotionfactory.euDer Vertrag soll angeblich zu Stande gekommen sein, in dem man bei einen Monat den Gewinnspielservice des Unternehmens kostenfrei in Anspruch genommen hat, danach hätte sich der Vertrag allerdings um 12 Monate zu jeweils 8,-€ verlängert, was einen Gesamtbetrag von 96,-€ ergibt.
Die Verbraucherzentrale empfiehlt:

Unserer Auffassung nach ist kein Vertrag zustandegekommen, auf den sich Promotionfactory berufen und die angegebenen Zahlungen einfordern könnte. Betroffene müssen nicht zahlen! Sie sollten der arglistigen Post von Promotionfactory jedoch auf jeden Fall schriftlich widersprechen.

Download: Widerspruch Vorlage der Verbraucherzentrale NRW

Die Anschrift des Unternehmens lautet:

Promotionfactory KG
Bremer Str. 217
27498 Helgoland
Komplementär: Rainer Dedie

Vorsicht vor 7zip.de / Antassia GmbH Mainz

7Zip ist eigentlich ein kostenloses Programm zum entpacken von ZIP-Archiven und anderen komprimierten Dateien (z.B. RAR Archiven, u.ä.). Die Webseite 7zip.de wird allerdings nicht vom Hersteller der Software betrieben, sondern von einem anderen Unternehmen. Die Domain gehört

Direct Sales
Salierigasse 29
10115 Berlin

und verlinkt auf das Partnerprogramm von Top Downloads. Bei der Anmeldung schließt man dann einen Vertrag über 12 Monate à 8,-€ – das macht insgesamt 96 Euro die sofort berechnet werden.
Das Partnerprogramm von Top Downloads wird betrieben von der Antassia GmbH aus Mainz, mit der vollständigen Adresse:

Antassia GmbH
Rhabanusstraße 10
55118 Mainz

Auf die Kosten der Anmeldung wird rechts neben dem Anmeldeformular hingewiesen. Ein Bereich der von erfahrenen Internetnutzern häufig nur überflogen wird und damit leicht übersehen werden kann.

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